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Shake it . Babe !

Liebe tanzende Freunde aus nah und fern

Ich gehe davon aus, dass alle wissen, was ein «epileptischer Anfall» bedeutet, einige haben vielleicht sOgar schon einen miterlebt und kennen sowas aus persönlicher Erfahrung heraus.

Ganz anders als die «westliche Medizin», die aus allem, was nicht «natürlich» erscheint, eine «Krankheit» macht und z.T. massiv medikamentös behandelt, haben viele andere Kulturen einen völlig anderen Ansatz zu diesem Phänomen.

Obwohl ich selber nicht unter «Epilepsie» «leide», hatte ich schon früh meine eigenen Erfahrungen mit diesem Phänomen machen dürfen. Ich erinnere mich noch sehr gut an eine meiner ersten Rauscherfahrungen (Alkohol) als Teenager, als ich auf einmal auf dem Boden lag und wie wild zu zappeln begann. Ganz im Gegensatz zu den Menschen um mich herum, die Angst um mich hatten, genoss ich dieses Zappeln zutiefst. Es fühlte sich lustvoll und völlig natürlich an. Und als es nach einigen Minuten langsam nachliess, fühlte ich mich entspannt und weich wie Butter.

Solche Erfahrungen wiederholten sich sporadisch immer wieder und als ich mich dann schliesslich damit vertiefter auseinanderzusetzen begann, stolperte ich über spannende Informationen, die meine Erfahrungen in einen grösseren Zusammenhang setzten.

Vor rund 13 Jahren, als ich mit Aikido Training begann, gab meine Lehrerin Susanne Ernst eine Setai Session (eine Methode aus Japan, die Anfangs 1920 entdeckt/entwickelt wurde), in welcher wir gezielt dem Körper die Führung übergaben und ihn willkürlich zappeln liessen. Wow, nun durfte ich erfahren, dass diese Form des «Loslassens» also einem Zweck diente, nämlich Spannungen abzubauen und die Energie (Ki/Chi/Prana/etc.) wieder fliessen zu lassen. Total entspannt ging ich damals nach Hause und liess es seither immer mal wieder schütteln.

Dr. Levine

Später stiess ich aufgrund von Freunden, die Traumata-Arbeit nach Dr. Levine anboten, auf eine weitere, heisse Spur : TRETrauma Release Exercise, die ebenfalls von einer Koryphäe, Dr. David Berceli entdeckt und systematisch erforscht wurde. Dieser Ansatz verbreitet sich rasant und hilft z.T. stark traumatisierten Menschen (Kriegsveteranen, Vergewaltigungsopfern, etc.) die im Körper gespeicherten Erlebnisse über das «Shaken» wieder loszulassen. Wie alle Säugetiere haben auch wir Menschen einen eingebauten «Stress Release Mechanismus», der extrem effektiv wirkt, wenn wir ihm Raum geben.

Dr. David Berceli

Und Ende 2016 griff ich die Spur von Ya’acov Darling Khan (Entwickler von «Movement Medicine») wieder auf, die zu den «Sunpeople» in der Kalahari-Wüste führte, wo das Schütteln als älteste Form von Gebet und Medizin seit Beginn der Menschheit der wichtigste Bestandteil ihrer Kultur ist.

Der Kreis schloss sich für mich, als wir täglich am Pulsing-Seminar (Anfangs Jahr 2017) täglich rund 40-60 Minuten die «Kundalini-Meditation» (nach Osho) durchführten.

Osho

Der Körper wurde dabei extrem locker, die Energie (Ki/Chi/Prana/etc.) war für alle spürbar (Kribbeln im ganzen Körper) und wir fühlten uns alle leicht «high», da dabei im Körper zahlreiche Endorphine und Glückshormone ausgeschüttet werden.

Andrea und ich haben uns daher entschlossen, am Samstag, 25. Februar 2017 (Fasnachts-tanz.rausch) zum ersten Mal ein kurzes «Shake it» anzubieten. Einfach nur schütteln und selber zu erleben, was dabei ausgelöst wird.

Wir freuen uns daher auf zahlreiche neugierige Tänzerinnen und Tänzer und wünschen euch allen einen bewegten und kraftvOllen Jahresstart.

u.r.s. jOsé und andrea fabienne